| Studenten des Vorstudiums Gestaltung auf Biennale-Besuch |
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| Geschrieben von: Kicki Bartsch |
| Mittwoch, 29. Juli 2009 um 14:09 |
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Kunstschule Bodenseekreis in „Bella Venezia“ Venedig „die Stadt, halb Märchen, halb Fremdenfalle“ (TH. Mann). Jedes Jahr im Sommer besuchen um die vierzig kreative Köpfe der Kunstschule Bodenseekreis die hektische Allerdurchlauchteste, die angesichts stetig zunehmender Touristenströme fast kollabierende Serenissima. So scheint es zumindest dann, wenn die Studenten und Dozenten der Kunstschule Bodenseekreis nach neunstündiger Zugfahrt Venedigs Bahnhof Santa Lucia verlassen, um an überfüllten Wasserbusstationen ein Drei-Tages-Ticket für das hier obligatorische Schifffahrtsvergnügen zu ergattern. Spätestens nachdem alle Stockbetten in der Jugendherberge bezogen sind, wandelt sich dieses Bild. Man trifft sich zu einem Sit-In vor der Jugendherberge und kann sein Glück kaum fassen: Es ist still geworden auf der Giudecca, der direkt der Salute-Kirche gegenüberliegenden Insel. Und der Blick ist überwältigend: der breite Giudecca-Canal in seinem glitzernden Türkis-Blau (das heißt natürlich nicht, dass er sauber ist!) reicht bis zu den Fußspitzen und lenkt die ermüdeten Augen zum in leichten Dunst gehüllten Markusplatz. Nur wenige schaffen es, sich schon am ersten Abend von diesem berauschenden Blick zu lösen, um die nächtliche Piazza San Marco mit ihren Orchesterklängen der berühmten Cafés kennenzulernen. Noch gibt es genügend Eroberungszeit. In den kommenden Tagen findet für die Studenten des Vorstudiums Gestaltung der schönste Unterricht ihres zweisemestrigen Studiengangs statt. Mit Skizzenbuch und Kamera bewaffnet erobern sie in diesem Jahr die Biennale. Ein Highlight in den „Giardini“, dem Ausstellungsgelände der einzelnen Länder, ist für die Studenten der Australische Pavillon. Der Künstler Shawn Gladwell präsentiert hier atmosphärisch dichte Videos, beeinflusst von der Einsamkeit der australischen Outbacks. Kaum jemand verlässt den Pavillon ohne die Filme vollständig gesehen zu haben. Die erfreulichste Überraschung zeigt sich auf dem Arsenale-Gelände. Biennale-Kurator Daniel Birnbaum bietet den Künstlern viele neue interessante Räume für das diesjährige Thema „Weltenmachen“, die aus Studentensicht an Lebendigkeit und Vielseitigkeit kaum zu überbieten sind. Man verbringt den ganzen Tag hier, selbst abendliche Strandbesuche werden freiwillig gestrichen. In den letzten Tagen lernen die Studenten die Stadt Venedig mit ihren Bezirken recht genau kennen. 44 Außenstenstellen der Biennale locken zu einer anspruchsvollen künstlerischen Schnitzeljagd. Manchmal lohnt sich stundenlanges Suchen, manchmal ist man nur enttäuscht. Aber in einem Punkt sind sich alle Studenten und Dozenten des Vorstudiums Gestaltung einig: „Bella Venetia“ und die Biennale sind allemal eine Kunst-Exkursion wert. Newer news items:
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